Friedl - Klettersport in Zweibrücken - seit 1993 - Friedl - klettern, bouldern und mehr, draußen und drinnen, in Zweibrücken, der Pfalz und weltweit...

Friedl - Klettersport in Zweibrücken - seit 1993: Idee

Idee - Klettern und Bouldern in Zweibrücken

Friedl?

Friedl - das ist Klettern, Bouldern und mehr, draußen und drinnen, in der Pfalz und weltweit...
...Man könnte aber auch treffender sagen, die Idee "Friedl" ist seit über 16 Jahren eine unbürokratische locker-lose Gemeinschaft netter Leute für Klettersport, Freizeit und - vor allem - jede Menge Spaß.
Ausgeübt in einem privaten nicht kommerziellen Kletter- / Boulderraum in Zweibrücken bzw. draußen an echtem Fels in der Pfalz und an vielen anderen schönen Orten dieser Welt.

Die Geschichte der Friedls

Geklettert im Sinne des Sportkletterns wird in Zweibrücken eigentlich schon sehr lange. Anfänglich von vielen Kletterern in den untersten Schwierigkeitsgraden und teils eher abenteuerlich bis gefährlich, später zunehmend sicherer und auch schwerer und irgendwann begannen einige sogar fürs Klettern zu trainieren.
So wurde u.a. Ende der 80er-, Anfang der 90er Jahre neben diversen Sandsteinmauern insbesondere am Turm der katholischen Kirche in Zweibrücken fleißig gebouldert - bis übrigens irgendwann plötzlich ein Rosenbeet da war...
Zu dieser Zeit hörte man immer öfter aber auch von ersten "Kletterhallen" - wie z.B. damals in Neustadt Weinstraße - in denen man ungeachtet der Witterung, der Jahreszeit und wenn gewünscht auch nachts an bunten Kunstgriffen rumhängen - trainieren - kann.
(Einige Kletterer der damaligen lokalen "Kletterszene" bzw. der DAV-Sektion Zweibrücken begeisterten und inspirierten die aufkommenden Möglichkeiten des "Indoor-Kletterns" so sehr, dass diese sogar die ersten Zweibrücker Stadtmeisterschaften organisierten. Von Hand erstellte "Werbeplakate", ein organisierter Bustransfer, Trikots mit Startnummern und ein reger Zuspruch spiegelten die Motivation, die damals umherging.
So fanden schließlich am 28.03.1992, sowie im Folgejahr auch, im damaligen TEC-ROCK Kletter- + Trainingscenter in Neustadt (Weinstraße) - unter der Beteiligung von vielen späteren "Friedls" - die für viele unvergesslichen (...und sehr spaßigen) "Klettermeisterschaften" statt.)
Die Idee einer solchen Kletter- bzw. Trainingsmöglichkeit in Zweibrücken faszinierte dabei einige lokale Kletterer so sehr, dass sich diese auf die Suche nach geeigneten Möglichkeiten und weiteren interessierten Kletterern begaben.
In Zweibrücken und Umgebung wurden dann etliche Garagen, Hallen, Scheunen und ähnliche Gebäude inspiziert und untersucht, bis der richtige Ort gefunden wurde.

Friedl!

Eine leerstehende ehemalige Metzgerei in einem alten Haus mitten in der Stadt erwies sich als durchaus interessant.
Ein Verkaufsraum mit einer Höhe von nicht ganz 5m, ein Aufenthaltsraum und eine Toilette erschienen für das Vorhaben geeignet. Zudem war (und ist bis heute) der Sohn des Besitzers bzw. Vermieters der Räumlichkeiten auch aktiver Kletterer und Friedlmitglied - perfekt.

In der damaligen Zweibrücker Mittwochs-Kletterer-Stammtischkneipe Beisl wurde vom Wirt (ein Friedlgründungsmitglied) eine Liste aufgehängt, in die sich Interessierte für die Idee / das Projekt eintragen konnten. Nachdem sich 16 Leute für diese Idee gefunden hatten, trafen wir uns in eben dieser Kneipe um die Idee und die Modalitäten zu diskutieren.
Natürlich gab es bei aller Begeisterung für dieses Unternehmen im Vorfeld noch einiges zu besprechen.
Die zunächst wichtigsten Themen: Bau und Finanzierung.
Neben den zu erwartenden laufenden Kosten wie Miete, Heizung, Strom und Wasser sollte der Raum natürlich möglichst optimal zum Klettern hergerichtet werden.
Und uns war klar, dass wir für ein überzeugendes Ergebnis die Kunstgriffe nicht nur einfach in die Wand schrauben konnten.
Wir setzten uns zusammen, überlegten, zeichneten, planten und konstruierten Modelle, diskutierten über Statik und Material. ... Die Idee Friedl begann zu leben.

Die Entscheidung der Umsetzung fiel für eine massive Unterkonstruktion aus Holz, auf die Spanplatten verschraubt werden wollten. Die Spanplatten sollten mit einem Lochraster versehen werden um die Griffe zu montieren.
Auf dieser Basis berechneten wir bei 16 Teilnehmern einen Betrag von 400,- DM pro Person an Materialkosten um den Kletterraum zu bauen und an laufenden Kosten sollten 25,- DM pro Person und Monat ausreichen. 16 Personen erklärten sich bereit diese Idee in die Tat umzusetzen und somit war die Aktion "Kletterhalle" ins Leben gerufen und der Friedl begann zu leben (...wobei der Begriff Kletterhalle aus heutiger Sicht eher etwas übertrieben erscheint...).
Jeder Teilnehmer verpflichtete sich die 400,- DM zu bezahlen. Für einige von uns ein ganz schön dicker Brocken, da viele noch in Ausbildung oder beim Studium waren.
Weiterhin wurde vereinbart, dass ein Ausscheiden nur möglich ist, wenn ein Nachfolger gefunden wird um ein frühzeitiges Scheitern des Projektes zu verhindern - eine der wenigen Regeln, die es gab und gibt.

....1, 2, 3?

Endlich konnte es losgehen. Es bildeten sich verschiedene Teams: Planer, Beschaffer, Versorger und Bautrupps.
Zunächst wurde demontiert und ausgeräumt. So wurden z.B. Theke und ein gemauerter Kühlraum (eher Kühlschrank in historischer Massivbauweise) fachgerecht entsorgt.
Nachdem kleinere Vorarbeiten wie z.B. Elektroinstallation erledigt waren, konnten die ersten Balken an der Wand montiert werden. Streben und Winkeleisen wurden nach Plan angebracht und die Stahlstreben, an denen später die Petzl-Sicherungspunkte montiert werden sollten, wurden verschraubt.
Die Spanplatten erhielten durch mühsame Bohrarbeit das Lochraster und auf der Rückseite wurden ebenso mühsam und vor allem sehr laut Schlagmuttern eingetrieben. Diese wiederum wurden zusätzlich mit einer kleine Schraube fixiert um ein ungewolltes Herausdrücken zu verhindern...viel Arbeit.

.....Anekdoten

Während der Bauphase fiel im Eifer der Arbeiten ein Päckchen Gauloise Zigaretten unerreichbar hinter eine Wand, die Gauloise Wall hatte so z.B. ihren Namen weg. Andere Kleinigkeiten wie eine Brille konnten nur gerettet werden, indem man den Retter kopfüber in den schmalen Spalt zwischen Unterkonstruktion und Wand hinabließ und dann anschließend mit vereinten Kräften wieder hochzog. Alle arbeiteten mit. Wer nicht so viel handwerkliches Geschick besaß, spielte Handlanger und reichte Schraubenzieher und Hammer, besorgte im Supermarkt Getränke oder stand einfach nur im Weg.
Der Vermieter, der sich unser Treiben des Öfteren belustigt ansah, dachte seinen Blicken zufolge wohl häufiger, dass er sich einen Verein Verrückter ins Haus geholt hatte....

Nachschlag und fertig!

Trotz aller Sparsamkeit stellten wir fest, dass wir den finanziellen Aufwand unterschätzt hatten.
Jeder musste nochmals 50,- DM drauflegen. Nun konnte aber mit vereinten Kräften das Werk vollendet werden.
Die Spanplatten wurden befestigt. Die Tür wurde mit einem Gitter versehen um Verletzungen vorzubeugen. Strahler wurden angebracht. Der Raum wurde mit einer Mischung aus Quarzsand und Raumfarbe bemalt um den Wänden eine gewisse Griffigkeit bzw. Reibung zu geben, und endlich wurden die ersten Griffe montiert. Die Petzl-Sicherungspunkte wurden eingeschraubt und getestet.
Der Boden sollte erst nach unserer Einweihungsfete verlegt werden. Eine Lage Hartschaumstoff, darüber Teppichboden, sollte im Fall der Fälle vor Verletzungen schützen. Weitere kleinere Annehmlichkeiten wie zum Beispiel CD-Spieler, Kaffeemaschine, Kühlschrank oder Weizenbiergläser folgten ziemlich schnell.

Nach nur 8 Wochen Bauzeit, am 28.Februar 1993, fand die Einweihungsfete statt.
Seither ist der Friedl, die ehemalige Metzgerei, unsere Boulderhöhle. Vielleicht auch für einige ein bisschen mehr. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Umbau-Zeit - Die 2. Bauzeit

So wie sich im Laufe der Jahre die Zusammensetzung der Friedl-Mitglieder immer wieder mal änderte, wurde auch der Friedl einigen Veränderungen unterzogen.
Ein anfänglich installiertes Trainingsboard im Aufenthaltsraum für Klimmzüge, Fingerkraftübungen usw. wurde irgendwann wieder demontiert, da der Aufenthaltsraum zwischenzeitlich eher massiv der "Geselligkeit" dienen sollte.
Genauso wurden anfänglich aufgebaute Wandbereiche mit der Zeit verändert. So wurde ein zuvor gerader Wandteil zu einem überhängenden Wandteil und daraufhin das Mini-Dach im Eingangsbereich abgebaut und zu einem stark überhängenden Wandbereich umgebaut - eine gute Entscheidung.

Friedl-Zeit

Eine bedeutsame Zeit in der Geschichte des Friedls ergab sich durch die Eröffung des Kletterzentrums Camp4 im alten Militärkino auf dem Flugplatz Zweibrücken im Jahr 2004 (gegründet und betrieben durch das ehemalige Friedlmitglied Ecki).
Endlich hatten Zweibrücken und die Region eine richtige Kletterhalle - ein wichtiger Schritt für die Entwicklung und Förderung des lokalen und regionalen Klettersports.
Für einige ehemalige Friedlmitglieder ergab sich so ein wesentlich geeigneteres Betätigungsfeld - wodurch der Friedl für sie verständlicherweise obsolet erschien bzw. wurde. Man könnte auch sagen, der Traum einer großen Kletterhalle in Zweibrücken wurde wahr.
Ein harter Kern von Mitgliedern, die die Idee Friedl und die Vorzüge des kleinen Boulderraums schätzten, bemühte sich jedoch den Friedl weiter zu betreiben - was schließlich gelang.
So existiert der Friedl nun friedlich und still "neben" dem Kletterzentrum Camp4 und nahezu alle aktuellen Friedlmitglieder nutzen beide Trainingsmöglichkeiten und genießen die angenehme Atmosphäre im Camp4 (...bei den alten Friedls Ecki, Jörg, Olli, Peter, und vielen mehr) und natürlich die gute gastronomische Versorgung ;-).

Im Friedl selbst wurden durch Kunstgriffzukauf in den letzten Jahren massiv die Statik der Wand und der verfügbare Platz ausgereizt. So verfügt der Friedl mittlerweile neben eingen klassischen "Finger-Kratzern" über viele aktuelle Kunstgriffe bekannter Hersteller.
Ideen wie ein gutes Campusboard oder sogar eine Erweiterung des Friedls brachten zunehmend "Bewegung" in den Friedl. So wurde Ende 2007 bei der (mittlerweile traditionellen) Friedl-Weihnachtsfeier schließlich beschlossen, ein großes Campusboard im Aufenthaltsraum des Friedl zu installieren. Um es vorweg zu nehmen: daraus wurde aber mehr ...

15 Jahre Friedl! - Er wird größer!

Anfang 2008 - zum 15. Jubiläumsjahr - wurden dann die Ideen verschiedener Mitglieder bzgl. der Umsetzung des neuen Campusboards ausgetauscht und vor Ort diskutiert - ein befriedigendes Ergebnis kam dabei aber irgendwie nur schleppend zu Tage.
Bei den weiteren Gesprächen und Planungen hierzu stellte ein Friedlgründungsmitglied - wohl im Zuge seiner längerfristigen Kletterziele ;-) - irgendwann den Vorschlag in den Raum, kein Traningsboard sondern einen Komplettumbau des Aufenthaltsraumes zu einer extrem geneigten Überhang- bzw. Dachboulderwand zu durchdenken bzw. hierzu mal eine Skizze zu erstellen - schließlich könnte man ja als Alternative einen Aufenthaltsraum auch in der alten Wurstküche umsetzen...
Diese Idee regte bei einigen Friedls nun derart die Kreativität an, dass im folgenden der Raum vermessen, Skizzen erstellt und mit Schnüren mögliche Konstruktionen angedeutet wurden.
Ein fast noch Neu-Mitglied machte in diesem Zusammenhang das Angebot seine Heim-Boulderwand hierfür zu spenden und uns seine nahezu neuen Griffe günstig zu verkaufen, auch von einem anderen Neu-Mitglied wurde spontan schon mal eine große Kiste Griffe von seiner alten Boulderwand mitgebracht - Griffe waren also schon mal da....
Nachdem die Idee eines Umbaus nun immer mehr ins Rollen kam, wurde schließlich in einer Rundmail zu einem Treffen der Bauwilligen und zur Abstimmung über das Projekt aufgerufen. Am 28.01.2008 wurde dann nach kurzer Diskussion der Konstruktion und sonstiger Installationen sowie der wichtigen Abschätzung des finanziellen Aufwandes aus der Idee unser Projekt: "Umbau des Friedl 2008".

Die 3. Bauzeit - Umbau 2008

Mit den Erfahrungen aus dem ersten Umbau 1993 und den verschiedenen Erweiterungen wurde nun erstmal nach Material, Händlern und Preisen recherchiert. Zeitgleich wurden Konstruktionspläne entworfen, anhand derer dann die Statik berechnet werden sollte - schließlich sollte neben einer mit vernünftigem Aufwand realisierbaren Konstruktion auch die Sicherheit gewährleistet sein. Im Folgenden wurden dann auch schon mal Tabellenbücher für Statikberechnungen in den Skiurlaub mitgenommen, mit Hilfe derer dann von Markus mit wilden Formeln die Statik berechnet wurde - Respekt!
Im Friedl selbst standen dann am 09.02.2008 als erstes Entrümpelungs- und Abrissarbeiten an, die parallel zum Materialeinkauf zügig erledigt waren. Es wurde dann die alte Schiebetür herausgerissen und der Durchgang "durchkletterbar" verbreitert - eine gute Idee. Innerhalb des ersten Bau-Wochenendes wurden dann ein großer Teil der Unterksonstruktion aus Holzbalken realisiert, ein Großteil der Wandplatten gebohrt und mit Einschlagmuttern bestückt. Im Laufe der folgenden Tage wurden die Elektroinstallation durch eine Zentralsteuerung gänzlich ersetzt und die ersten Platten montiert. Somit standen fast nur noch "Restarbeiten" an - die bekanntlich länger dauern als man denkt.
Nach der Erledigung des Anstrichs erstrahlte dann zum ersten Mal der "neue Friedl" und die Kletterlust stieg immens. Nach der zügigen ersten Montage von Griffen ergab sich dann, dass doch noch einige "Lücken" vorhanden waren. Stefan opferte daraufhin restlos seine alte Kletterwand und sogar die Kinderkletterwand seines (danach traurigen ;-( ) Sohnes für den neuen "Friedl" - das ist Einsatz ;-) Wie auch beim ersten Umbau 1993 unterschätzten wir auch diesmal etwas den finanziellen Rahmen des Projektes und hatten bzgl. der Installation eines geeigneten Bodens ein Problem: Geld!
Im Zuge eines spontanen Nachschlags in Form einer freiwilligen Spende kamen aber recht schnell über 300 Euro an Geld für Material zusammen - der Rest wurde von einigen "vorgestreckt" - so dass der "neue Friedl" fertiggestellt werden konnte. Es wurde dann als letzte "große" Maßnahme ein Schwingboden mit Verbundschaumstoffauflage installiert und ein neuer Teppich verlegt. Nach genau 17 Tagen Arbeitseinsatz war dann der neue Raum gänzlich fertig und konnte uneingschränkt genutzt werden - eine tolle Leistung aller Beteiligten.

Wie schon beim ersten Umbau 1993 ergaben sich auch diesmal wieder einige mehr oder weniger lustige "Randnotizen". So übertrafen die beim Materialeinkauf von den Beschaffern gewählten Balkenmaße derart die von der Statik geforderten Maße, dass die grenzenlose Stabilität wohl dafür sorgt, dass diese Unterkonstruktion länger stehen bleibt als das alte Haus drum herum...sorry Markus für die Mühe beim Berechnen. Andere bohrten sich beim Arbeiten ungeschickt auch mal einen dicken Holzbohrer in voller Länge in die Hose und quetschten sich - bei bleich-irrem Gesicht - glücklicherweise(!) nur ordentlich den Oberschenkel. Wiederum ein anderer fiel beim Feldaufschwung an einem losen Querbalken aus fast 2 Metern Höhe satt auf den Rücken - "Kinder!, das tat weh!" - Glück gehabt Hardi. Und fast jeder schlug sich an den viel zu früh montierten Griffen und insbesondere am großen "Zapfen" in der Mitte des Raumes mehrfach heftigst den Schädel an. Wirklich lustig und schön waren aber fast alle "Arbeitstage" insbesondere wegen des zügigen Fortschritts, der tollen Motivation und der lustigen Pausen mit leckeren Suppen, Grillfleisch oder Kuchen zwischendurch.

Projekt 2012 = 2009!

Hinsichtlich der Zukunft des Friedls kam im Zuge der Baumaßnahmen 2008 irgendwann die Idee "Projekt 2012" auf: Ein Umbau der alten Wurstküche zu einem neuen größeren Aufenthaltsraum - evtl. mit Sauna und ...
Anmerkung: einige Friedls sprachen hierbei aber gerne auch schon mal von "Projekt 2009" ;-)...
Durch den Umstand, dass die Nachbarwohnung neben dem Friedl ab Mitte des Jahres 2008 nicht mehr bewohnt wurde, keimten bei einigen Friedls Ideen bezüglich einer möglichen Nutzung eben dieser Räumlichkeiten anstelle der alten Wurstküche hinter dem Haus.
Wie es der Zufall nun so wollte, ergabe sich Ende 2008 die Möglichkeit die alljährliche Weihnachts-Friedl-Feier in der Nachbarwohnung abzuhalten - was diverse Mitglieder ins Träumen brachte, welche guten Möglichkeiten diese Wohnung dem Friedl bieten würde - das Projekt 2009 wurde geboren!
Nachdem nun Klaus P. B. nach Rücksprache mit dem Vermieter die Möglichkeit erlangte, zu einem äußerst günstigen Preis die Wohung neben dem Friedl zu mieten, war alles schnell perfekt.
Nun waren konkrete Ideen und schließlich Taten gefragt. Wie bei der Weihnachtsfeier bereits ja zu sehen war, bot die Wohnung neben dem Friedl nicht nur Platz für einen großen und hellen Aufenthaltsraum, sondern auch eine kleine Küche, ein Bad sowie einen weiteren hohen Raum, in dem diverse Trainingsgeräte wie z.B. ein Campusboard installiert werden könnte, zudem waren Trainingsgeräte sowie Möbelstücke bereits vorhanden bzw. könnten zügig besorgt werden.

Campusboard und mehr... Die 4. Bauzeit!

Nun ging alles ganz schnell - mit den Erfahrungen aus diversen Umbauten bzw. Erweiterungen wurde eine Skizze bzw. ein Plan für ein Campusboard gemacht, Material und Werkzeug wurde herbeigeschafft und ein Arbeitstag wurde festgelegt.
Am Samstag, den 24.01.2009, wurde mit dem Bau des (wirklich großen, freihängenden, zweiseitigen, mit unterschiedlichsten Leisten und Griffen bestückten) Campusboards im mittleren Raum begonnen, welches zur Überraschung aller Beteiligten auch noch an diesem Tag fertiggestellt wurde! In den folgenden Tagen wurde im großen Raum zudem der Boden geschliffen, neu lackiert und es wurde ein wunderschöner alter Holzofen installiert (..war verdammt schwer das Teil!).
Stefan R. konnte uns mit einer schönen bequemen Couch, einem Tisch, einem Sessel und einer Hifi-Anlage versorgen, Manuel B. spendierte ein TV-Gerät sowie ein Hifi-Rack und Michael H. (der Michel) machte schließlich mit seinem gespendeten Kronleuchter alles perfekt!
Apropos Spende, durch eben eine solche kamen durch diverse Baubeteiligte schnell 250 Euro zusammen, so dass die Kosten dieses Umbaus das Konto nicht allzu arg belasteten...
Durch einen guten Kontakt von Manuel B. zu einem Schreiner konnten wir fürs Board auch sehr gute große, breite Leisten anfertigen lassen und montieren - also für jeden etwas. Somit waren schnell 4 Bahnen mit Leisten von ca. 1,5-2cm bis zu Leisten mit ca. 7-8cm Breite montiert, zudem wurden diverse (große und runde) Griffe aufgeschraubt - ... das Training am Board begann natürlich sofort!
Zum Trainieren bzw. Aufwärmen wurden des Weiteren ein Multifunktionstrainingsgerät und ein Crosstrainer aufgebaut.

Nach fast genau einem Jahr ohne Aufenthaltsraum hat der Friedl nun wieder einen neuen sehr (gefährlich) gemütlichen Aufenthalts- / Trainingsraum sowie das geniale Campusboard!
Mit der zeitgleich im Februar 2009 neu eröffneten (sehr großen und schönen) Boulderhalle im Kletterzentrum Camp4 in Zweibrücken haben die Friedls nun perfekte Möglichkeiten den Kletter- bzw. Bouldersport in Zweibrücken auszuüben (...und wahrlich keine Gründe mehr für Ausreden) - einfach Klasse!

Status Quo und Zukunft

Alles in allem funktioniert die Idee Friedl jetzt schon seit über 16 Jahren mit einigen Ab- und Neuzugängen (ganz unbürokratisch durch gelegentliches Zusammentreffen und mehrheitliches Abstimmen bzw. heute auch mal via e-Mail), ohne jegliche schriftliche Vereinsmeierei mehr oder weniger eigentlich ganz gut.
Wir hoffen der Friedl erhält sich weiterhin einfach (fast) ganz von selbst am Leben.

Hinsichtlich der Zukunft des Friedls kam im Zuge der Baumaßnahmen 2009 (mal wieder ;-) ) die Idee "Projekt 2012" auf: Ein Einbau einer Sauna und ...
Anmerkung: einige Friedls sprechen hierbei aber gerne auch schon mal von "Projekt 2010" ;-) - mal schauen was die Zukunft bringt.

Wer jetzt noch wissen möchte, wieso der Friedl eigentlich Friedl heißt, sollte einfach mal versuchen herauszufinden, wie der Pächter der ehemaligen Metzgerei hieß...hm...
Und wer neugierig geworden ist und das ganze mal sehen möchte, sollte einfach mit uns Kontakt aufnehmen...

Anmerkung: Der oben aufgeführte Text ist eine überarbeitete Version des ursprünglich von Peter Weber (Gründungsmitglied) verfassten Textes.