Friedl - Klettersport in Zweibrücken - seit 1993 - Friedl - klettern, bouldern und mehr, draußen und drinnen, in Zweibrücken, der Pfalz und weltweit...

Friedl - Klettersport in Zweibrücken - seit 1993: Realisierung - Kletterwand bzw. Boulderraum

Realisierung - klettern und bouldern in einer Metzgerei

Metzgerei?

Friedl - eine einst leerstehende, ehemalige Metzgerei mitten in der Stadt Zweibrücken wurde 1993 umgebaut zum ersten gemeinsamen, privaten, nicht kommerziellen Trainingsraum für Kletterbegeisterte in Zweibrücken.
Der damalige Verkaufsraum mit einer Höhe von nicht ganz 5m und der alte Aufenthaltsraum bilden zusammen eine kleine, staubige aber ganz nette private Kletter- und Trainingsmöglichkeit seit über 16 Jahren - ein mittlerweile klassischer Boulderraum mit vielleicht leichtem Kultfaktor.

Die Metamorphose eines Raums

Wie beschrieben befindet sich unser Trainingsraum in der alten Metzgerei Friedl in Zweibrücken.

Das heutige und das damalige Kernstück des Projektes - der Idee Friedl - sind unsere Kletter- / Boulderwände.


Seit dem Umbau 2008 erweitert im oberen Raum unser "Dachboulderbereich" die Trainingsmöglichkeiten.

Die Erweiterung 2009 brachte neben einem gemütlichen Aufenthalts- bzw. Trainingsraum noch einen Raum mit einem freihängenden, beidseititg nutzbaren Campusboard.


1993 - Die Realisierung

Wie der Geschichte der Friedls zu entnehmen ist, entstand der Kletterraum Friedl Ende 1992 / Anfang 1993 durch die gemeinsame Arbeit der damaligen Friedlgründungsmitglieder, die den alten Verkaufsraum der Metzgerei umbauten.

Eine massive Unterkonstruktion aus starken Holzbalken, Verstrebungen und Metallwinkeln stellte dabei die Grundlage und einen großen Teil der Umbauarbeit dar. Aufgebaut nach den akribischen Berechnungen und Plänen der Gründungsmitglieder (darunter glücklicherweise Ingenieure...).



Auf die Unterkonstruktion aus Holz wurden Spanplatten montiert. Diese Platten wurden zuvor mit einem Lochraster versehen, in das Einschlagmuttern eingetrieben wurden.

Parallel zur Montage der Spanplatten wurden an die Unterkonstruktion aus Holzbalken massive Metallwinkelplatten montiert, an denen später von außen Petzl-Sicherungspunkte angebracht wurden.



Nach Fertigstellung der Montagearbeiten wurden die Spanplatten mit einem Anstrich aus Quarzsand und und eingefärbter Raumfarbe bemalt.
Natürlich wurden auch sofort nach dem Abtrocknen der Farbe die ersten Griffe montiert.




Am 28.Februar 1993, nach 8 Wochen Bauzeit, fand dann eine Einweihungsfete mit vielen Freunden und Bekannten statt.


Zum Aufwärmen oder Abwärmen beim Bier danach bzw. einfach zum geselligen Zusammensein diente bis zur Erweiterung 2008 unser alter - und manchmal sehr staubiger - Aufenthaltsraum. Kleine Schmankerl waren dabei von Hand signierte Plakate von Wolfgang Güllich sowie von Alexander Huber.

2008 - Die Erweiterung

Nachdem aus der Idee eines großen Traningsboards die Idee eines Komplettumbaus des Aufenthaltsraumes zu einer extrem geneigten Überhang- bzw. Dachboulderwand wurde, begannen im Frühjahr 2008 die Planungen und schließlich Arbeiten zur Erweiterung des Friedls.

Mit den Erfahrungen vom Umbau 1993 und den Berechnungen bzw. Plänen die zuvor erstellt wurden, gingen die Materialauswahl, Beschaffung und die ersten Arbeiten wie z.B. die Verbreiterung des Durchgangs, zügig voran.


Das gute Wetter und die gute Versorgung mit Suppen, Grillfleisch oder Kuchen hielten die Motivation hoch und sorgten für gute Stimmung "am Bau" - Dank an die Helferinnen.

Wie beim ersten Umbau fiel die Entscheidung auf eine (sehr) massive Unterkonstruktion aus Holzbalken.



Parallel zur Neuinstallation der Elektroinstallation erfolgt die Montage der ersten Wandplatten, in die zuvor Einschlagmuttern eingelassen wurden.




Die ersten provisorisch eingeschraubten Griffe sowie der zügige Fortschritt - Dank der guten Zusammenarbeit - sorgten nicht nur beim Ideengeber für gute Laune.
Nach der Fertigstellung der Wandverkleidung sowie der Beleuchtung konnte mit dem Anstrich begonnnen werden und der alte Aufenthaltsraum erstrahlte zum erstenmal "in neuem Licht".



Nachdem der Anstrich aus Wandfarbe und Quarzsand sowie die gereinigten Griffe gänzlich abgetrocknet waren, konnte endlich mit dem Einschrauben der Griffe und der Definition der ersten Boulder begonnen werden.



Um ein gefahrloses Klettern - auch im Falle des "Falles" - zu gewährleisten, wurde ein Schwingboden aus Schaumstoffpuffern der Firma Bänfer, einer Sperrholzauflage und Verbundschaumstoff aufgebaut.
Nach 17 Tagen Bauzeit war der "neue Friedl" schließlich fertiggestellt.



2009 - Neuer Aufenthaltsraum und Campusboard

Nach der Erweiterung des Friedls im Jahr 2008 erfolgte im Februar 2009 eine erneute Erweiterung des Friedls. In der angemieteten Nachbarwohnung befindet sich nun - nach nur weningen Tagen der Renovierung - der neue gemütliche Aufenthalts- und Trainingsraum.




Im mittleren Raum wurde geplant ein freihängendes, beidseitig nutzbares Campusboard zu installieren. Mit den Erfahrungen aus den vorherigen Umbauten konnte dieses dann innerhalb von einem Tag installiert werden.